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21. Juli 2017

Soave: Frischer Wind ins Glas

Der leichte Weisswein gilt als einer der beliebtesten und meist getrunkenen in Bella Italia, und auch ausserhalb.

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Der Soave DOC des Weingut Gianni Tessari wir aus der autochthonen Garganega- und der Trebbiano di Soave Traube gewonnen. (Bild: Gianni Tessari)

Soave ist ein Ort ganz in der Nähe von Verona, ein etwas unscheinbares Städtchen, das total im Schatten der grossen Schwester Verona steht. Kein Glamour, kein Romeo und Julia und kaum Touristenströme. Aber dafür ist Soave ja auch nicht bekannt, den Namen verbindet man – fast weltweit – mit dem Weinbaugebiet. Zugegeben, es strahlt nicht ganz so hell wie das nahegelegene Amarone- und Ripassogebiet Valpolicella, auf der anderen Seite von Verona. Aber der leichte Weisswein gilt als einer der beliebtesten und meist getrunkenen in Bella Italia, und auch ausserhalb. Sein Image konnte leider nicht durchwegs mit seiner Bekanntheit mithalten, die steigende Nachfrage führte zu einer Ausreizung der Produktionsmenge und dabei blieb seine Qualität und auch etwas von seinem guten Ruf auf der Strecke. Soave war lange Zeit gleich gesetzt mit dem einfachen offenen Wein, den es in jeder x-beliebigen Trattoria gab. Dabei kann Soave auch ganz anders: wenn er in Spitzenlagen und ertragsreduziert angebaut wird, entstehen spannende und komplexe Weine.

Müsste man ihn auf einen Punkt beschreiben, könnte man sagen: Der Soave ist ein fruchtiger Wein, mit feiner Mineralität und samtig säurearm. Die feine Mineralität dankt er den Vulkanböden, dessen Terroir er fein spiegelt.

Der hübsche Weisse wird unterschieden in Soave, Soave Classico und Soave Superiore. Dabei sind der Classico und Superiore noch nicht sehr bekannt und besonders interessant. Die Lagerfähigkeit ist eher gering, ausser beim Superiore. Durch seinen höheren Alkoholgehalt und eine längere Reifedauer kann er durchaus auch Lagerpotential haben. Ansonsten aber empfiehlt sich, den Soave als jungen, frischen Wein zu trinken.

Die Hauptarbeit von 70% Anteil übernimmt die Garganega-Traube, nur gerade mal 30% dürfen andere Sorten ausmachen, meist sind das die Trebbiano di Soave oder der Pinot Bianco, manchmal finden sich auch Chardonnays. Wer in der Region unterwegs ist, sollte sich an den hübschen Weinbergen satt sehen, denn Auge die bei uns kaum anzutreffende Reberziehung im Pergolasystem sind ein richtiger Blickfang. Romantisch wachsen die Reben zu einem Laubdach und bieten den Trauben so viel Schatten und Schutz. Die feinen, zarte Weine spiegeln das wieder. Bekommt die Traube hingegen mehr Sonne ab, wird sie auch im Geschmack intensiver.

Eine schöne Passung zu Soave wäre Käse, Fischgerichten und – natürlich – Pasta. Dabei wird er kühl serviert mit ca. 10-12 Grad. Wir finden, das hört sich nach einer perfekten Empfehlung an für die Tropennächte dieses Sommers!

Unsere Leidenschaft-media-4

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