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5. Januar 2018

Rückblick und Ausblick

Wenn etwas Neues anfängt, bedeutet das ja immer auch, dass etwas Altes endet. Erweisen wir dem verblichenen 2017 unsere Ehre und schauen schaudernd auf das Weinjahr 2017 zurück. Und freuen uns doch auf seine Weine.

inumeridelvino

Geschätzte Wein- und Mostproduktion in Italien 2017. (Quelle: www.inumeridelvino.it)

Nur noch verhalten klingt das alte Jahr nach, und das noch frische 2018 setzt sich erst langsam in unseren Köpfen fest. Bevor wir uns also vom Strudel des Jungspunds 2018 anstecken lassen, geniessen wir noch einen kleinen Rückblick mit etwas Sonne im Glas und lassen das letzte Weinjahr Revue passieren.

Das Weinjahr 2017 war die helle Aufregung, es war ein Jahr der Wetterextreme. In Europa tobten Fröste und Hitzewellen, in Amerika vernichteten Feuersbrünste ganze Weingegenden.  Auch Bella Italia wurde vom Wettergott nicht geschont. Mitten im ersten Frühlingstaumel schwang er auch im südlichen Europa die Frostkeule und die Winzer kämpften verbissen in Frostnächten um die rettenden Grad Wärme, damit die empfindlichen jungen Triebe nicht erfroren. Aber es nützte nicht überall, mit dem Morgen danach kam das grosse Wehklagen, ein grosser Teil der Jungtriebe war dahin. Nun lag die ganze Hoffnung auf einem zweiten Austrieb. Aber die Pflanzen liessen auf sich warten,  sie fielen in einen schockartigen Scheintod und rührten sich wochenlang nicht. Mit den frühen Sommertagen erholten sich nicht nur die Reben sondern auch die Winzer, man schien mit einem blauen Auge davon zu kommen. Aber die Erleichterung war nur von kurzer Dauer. Besonders Italien litt unter einer langen Zeit ohne Niederschläge, über 70 Tage lang fiel im Sommer kein Tröpfchen Regen. Und zu allem Unglück gipfelte alles auch noch in einer Rekordhitze Anfang August. Da wurde klar: Das war kein Jahr wie die zuvor, man sprach von einer historisch kleinen Ernte noch bevor die Lese losging.

Nun ist der Wein eingebracht, die Reben sind abgeerntet und das Trauerspiel hat sich etwas gelegt. Zumindest was die Qualität angeht, sieht es so schlecht gar nicht aus. Die Wetterstrapazen haben zu einer Art natürlicher Auslese geführt, nur die besten Trauben haben das Jahr gemeistert, schwache gingen verloren. Und die bestehende Ernte wies bedeutend kleinere Trauben aus. Alles zusammen hat zu einer durchschnittlichen Ertragseinbusse von rund 30% im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Wobei man der Ehrlichkeit halber auch sagen muss, dass man mit 2016 das ertragsstärkste Jahr seit langem mit dem nun ertragsschwächsten vergleicht. Also liegen sozusagen die beiden extremsten Jahre gleich nebeneinander. Aber wie sagt man so schön: Nichts ist so schlecht, dass es nicht auf für etwas gut sein kann: Die geringere Traubengrösse hat durch eine Konzentration der Aromastoffe zu hoher Qualität geführt. Man darf also auf das Trinken des Weinjahrs 2017 gespannt sein! Immerhin da hat das alte Jahr auch in Zukunft noch was zu sagen.

Wer sich für Daten und Zahlen aus den Regionen Italiens interessiert, der schaue sich doch auf dem Blog  i numeri del vino um. Sie finden die Angaben zu den Schätzungen der Weinernte 2017 hier.

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