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30. März 2017

Chianti: Ein Italiener von Weltruhm

Chianti gehört zu Italien wie die Schoggi zur Schweiz. Ein universelles, kulinarisches Erbe sozusagen. Und das wollen wir pflegen.

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Chianti hat Kultstatus, sozusagen. Seit je löst die hügelige Landschaft mit den prächtigen Städten Florenz und Siena kollektives Fernweh und Sehnsucht aus. Bilder klingen an von sanften Hügeln, weichem Licht und geschichtsträchtigen Städten, reich an Kunst, Kultur und Wissenschaft. Florenz und Siena tönen nach Da Vinci, Michelangelo, Galilei und Dante Aligheri, der Medici-Familie und unzähligen anderen Grössen der Weltgeschichte.

Chianti ist aber auch ein weltbekannter Wein. Chianti gehört zu Italien wie die Schoggi zur Schweiz. Basta. Mit seiner runden, bauchigen Strohflasche, dem Fiasco, wurde der toskanische Wein rund um den Globus zum Inbegriff für Italianità. Was hingegeben leider seiner Qualität nicht zwingend gut getan hat. Denn seine Beliebtheit hat dazu beigetragen, dass die Anbaugebiete stetig erweitert wurden. Dadurch landeten viele Weine in grossen Massenabfüllungen und die Strahlkraft liess nach. Was wiederum dazu führte, dass das ursprüngliche Chianti-Gebiet auf einer eigenen Kennzeichnung bestand. Entstanden sind so – vielleicht etwas verwirrend für Einsteiger – zwei Chianti-Labels: Chianti Classico DOCG aus dem Kernland zwischen Siena und Florenz und Chianti DOCG aus dem Umland. Diese müssen zwingend die Regionsbezeichnung führen und sind in folgende Gebiete unterteilt: Chianti Colli Aretini, Chianti Colli Fiorentini, Chianti Colline Pisane, Chianti Colli Senesi, Chianti Montalbano, Chianti Montespertoli und Chianti Rufina. Bei allen Chianti-Weinen spielt die Sangiovese-Traube die Hauptrolle, die wichtigste Rebsorte der Toskana. Ihr Anteil liegt zwischen 75% und 100%. Dazu kommen noch maximal 10% Canaiolo Nero und 10% andere Sorten.

Der Chianti Classico hat sich mit dem Consorzio Gallo Nero, der Vereinigung der Chianti Classico-Erzeuger, an seine Ruhmrettung gemacht und sich selbst ein strenges Regelwerk auferlegt, um für die Qualität seiner Weine zu bürgen. Gewährleistet werden soll das durch ein 3-stufiges Modells.

Auf der höchsten Qualitätsstufe thront die Bezeichnung Chianti Classico Gran Selezione. Nur Weine aus den besten Weinbergen eines Weingutes und nach strengen Regeln und noch strengeren Kontrollen dürfen dieses Prädikat tragen. Die Weine müssen mindestens 30 Monate im Keller bleiben, die Minimum-Extraktwerte liegen bei 26 Gramm / Liter und die Zuordnung der Weinberge in die verschiedenen Kategorien erfolgt vor der Produktion. Allerdings muss hier angefügt werden, dass diese Zuordnung vom Produzenten selbst gemacht wird, nix da Lagenklassifizierung à la Burgund oder Bordeaux. Ein Gran Selezione ist schlicht der vom Produzenten selbst als aus bester Lage gekennzeichnete Wein.

In der mittleren Qualitätsstufe steht der Chianti Classico Riserva, hier beträgt die Lagerzeit im Keller 24 Monate und die Extraktwerte liegen bei 25 Gramm pro Liter.

Der grösste Anteil der Produktionsmenge macht der Chianti Classico aus. Er wird als Annata, als junger Jahrgangswein, bezeichnet. Alle Weine des Chianti Classico tragen zudem stolz das Zeichen ihrer Herkunft auf dem Hals: da prangt der schwarze Hahn des Consorzio Gallo Nero. Da soll noch jemand sagen, im Chianti kräht kein Hahn nach Qualitätsstandards!

Unsere Weinempfehlung: Die drei Chianti’s von Renzo Marinai

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